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Sonderseite SuedLink

IMG_7549Mega-Stromtrasse durch Altenstädter Gemarkung?

Start der Seite: Mai 2014
siehe aktuelle Beiträge weiter unten

Eine 800 Kilometer lange Gleichstromleitung mit der Bezeichnung Südlink soll ab dem Jahr 2022 Windstrom aus der Nordsee von Wilster /Schleswig-Holstein nach Grafenrheinfeld / Bayern transportieren. Nach den bisher bekannt gewordenen Plänen würde die Trasse im Wolfhager Land den Landkreis Kassel durchschneiden.
In der Altenstädter Gemarkung würde die 60-80 Meter hohe Leitung etwa entlang der jetzigen Hochspannungsleitung zwischen Ortschaft und Lindchen im Osten verlaufen (siehe Skizze).

Um sich ein Stimmung der Altenstädter Bürgerinnen und Bürger einschätzen zu können hatte die Altenstädter SPD am 8. Mai zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen, zu der etwa 20 Interessierte erschienen - siehe SPD-Unterseite und SPD-Altenstaedt.de,
ein Folgetermin war der 24. Juli.
Ein Stimmungsbild war, dass es nicht unbedingt um die Frage geht “warum bei uns und nicht woanders?” sondern um die Frage der grundsätzlichen Notwendigkeit der Trasse im Rahmen der Energiewände.
Dabei wurde auch kritisiert, dass in den Medien relativ einseitig berichtet würde und die Bürgerinnen und Bürgern mehr Informationen brauchten um sich ein Meinungsbild zu verschaffen.

Deshalb war eine Anregung, auf der Altenstädter Dorfseite Altenstaedt.de eine Informationsplattform zu geben (“wo gibt es weitere Infos?”; “welche Initiativen laufen aktuell?”),
aber auch die Möglichkeit der Meinungsäußerung zu gewährleisten.

Dies soll hier nun geschehen, wobei diese Seite die Thematik neutral zu vermitteln versucht:
 - Links zu interessanten Seiten
 - Ein Forum, in dem die Altenstädter ihre Meinung kundtun können.

NEU:

SuedLink - die Kuh ist für uns noch nicht vom Eis
Beitrag von Urslual Günther vom 21.05.2017
Die Bundesregierung hat auf Grund der heftigen Proteste der Bürgerinitiativen gegen SuedLink verfügt, dass die Stromtrasse unterirdisch als Erdkabel verlegt werden soll. Der Netzbetreiber TenneT hat eine neue Trassenführung vorgeschlagen, da durch die Erdverkabelung andere Kriterien zu berücksichtigen sind. Die von TenneT vorgeschlagene Erdtrasse verläuft östlich von Kassel, Unter anderem ist Thüringen davon betroffen. Hier regt sich heftiger Widerstand der dortigen BIs, auch unterstützt durch die Landesregierung, die nun einen alternativen Trassenverlauf vorschlägt. Wieder durch unser Gebiet, wie genau, geben die Karten bislang nicht her. Wir werden am Ball bleiben.
Näheres zum Verlauf ist auf der Karte zu sehen:
Download “Thüringer Vorschläge zu Suedlin”...


Info-Veranstaltung und Diskussion zu “Risiken durch Freileitungen und Erdkabel”
Montag, 2. Mai 2016 um 19.30 Uhr im HDG Naumburg
Flyer zum Download...
Bericht: siehe unten...

 - HNA-Bericht über Verzögerung und Erdkabel (31.7.15)
 - HNA-Bericht über Reaktion der BIs (3.8.15)
 - HNA-Bericht über Veranstaltung in Schauenburg-Hoof (16.9.15)
 - HNA-Bericht “Suedlink-Trasse soll unter die Erde” (7.10.15)
 - HNA-Bericht zu Erdverkabelung und Streckenverlauf (1.03.16)
 - HNA-Bericht über Infoabend zu Erdkabel (26.8.16)

 - Presseinformation Hamelner Kreis Gesetzentwurf zum Vorrang von Erdverkabelung (17.9.15)
 - Gesetzentwurf I (17.9.15)
 - Gesetzentwurf II (17.9.15)
 
ENGAGEMENT HAT SICH GELOHNT!
Obwohl Suedlink weiterhin in Planung ist, kann man die Proteste und das Engagement der Bürgerinitiativen als absoluten Erfolg bezeichnen: Politiker wurden wachgerüttelt, zumindest eine Verschiebung und primär Erdverkabelung sind erreicht. Die gesamte Trasse muss unter diesen Vorzeichen neu beplant werden - spannend, was dabei herauskommt oder ob Suedlink sogar komplett stirbt.
Danke aus Altnstädter Sicht insbesondere an Ursula Günther für ihr unermüdlichen Einsatz und ihre Aufklärungsarbeit!
Bernd Ritter

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  • Links und Informationen zur Thematik SuedLinkTrasse Kopie

Chronologisch abwärts:
 - Suedlink auf Wikipedia
 - Internetseite Photovoltaik
 - Info 1 SPD Wolfhagen
 - Info 2 SPD Wolfhagen
 - Hoechstspannend.de - Informationen zum Ausbau der Stromnetze
 - CleanThinking
 - Professor Dr. Lorenz Jarass
 - Infranetz - Erdverkabelung
 - Bürgerinitiative Weserbergland
 - Kompetenzinitiative Strahlenschutz
 - Kritisches Netzwerk
 - Umweltinstitut Offenbach
 - HNA-Bericht zur Diskussionsveranstaltung am 12.6. in Homberg
 - HNA-Bericht zur Bürgermeisterinitiative im Wolfhager Land
 - Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse durch Fritzlar und SchwalmEder Kreis
 - HNA-Bericht Höchstspannungsleitungen sollen nicht zusammengelegt werden (16.06.)
 - HNA-Bericht Fritzlars Bürgermeister gegen Stromtrasse Suedlink
 - FR-Bericht Al-Wazir für Stromtrasse
 - www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2014/03/gas.bin.html/pdfFile/man_setzt_auf_erdgas.pdf
 - youtube - Prof. Harald Lesch über Power-to-Gas
 - Bundesnetzagentur _ Wer kann mitreden
 - Klimaretter.info
 - HNA-Bericht: Breuna tritt BI bei
 - Bürgerinitiative Warburger Land
 - Antwort der SPD Bundestagsabgeordneten Ulrike Gottschalk auf Anfrage der SPD-Fraktion Naumburg
  (hierzu wird es eine Rückfrage mit konkreten Fragestellungen von der SPD-Fratkion kommen)
 - Information von Fa. Tennet an MdB Ulrike Gottschalk
 - www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/140130-quer-stromtrasse-102.html  - sehr aufschlussreiches Video!
 - Unterschriftenaktion: Listen liegen in Altenstädt aus (z.B. Ramonas Haarlekin, Fleischerei Döring)
 - HNA-Bericht Bürgertreffen in Breuna Ende August
 - Flyer zu Suedlink von der BI Wolfhagen
 - BI Bad Emstal
 - HNA-Artikel vom 30.9.14
 - Information Tennet zur Stromtrassenführung vom 30.9.2014
 - 2. Anschreiben SPD-Fraktion Naumburg an MdB Uli Gottschalk
 - Vortrag Alternative Erdkabel in Bad Emstal am 24.9.2014 der Firma Infranetz
 - Brief der Firma Intranetz an das Wirtschaftsministerium
 - Verfassungsbeschwerde der Firma Intranetz
 - Brief der Firma Intranetz an die Bundestagsfraktionen
 - Info-Flyer (Informationsveranstaltung in Bad Emstal in 09/2014)
 - TenneT hat am 10.10.2014 die Antragsunterlagen zur Bundesfachplanung wie angekündigt vorab online gestell:t
    suedlink.tennet.eu/bundesfachplanung/antrag-6.html
    Die Details zu unserer Region findet Ihr hier:
http://suedlink.tennet.eu/bundesfachplanung/antrag-6/antrag-anlagen/5-karten-zur-alternativenpruefung-entlang-des-vorschlagstrassenkorridors.html

im wesentlichen unter 5.4, Detailkarte 4  (unten) bzw im Anschluß 5 (oben):
http://suedlink.tennet.eu/fileadmin/antrag/0054_0_04_TKV_Alternativen_Abschnitte_Topo_141010.pdf

 - Alternative Trassenverläufe - vorgestellt von Tennet in September 2014:
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 - Resolution der Regionalversammlung Nordhessen
 - Beschluss Stadtverordnetenversammlung  Naumburg
 - Info-Flyer BUND
 - Suedlink rückt näher an Stuttgart
 - Reaktionen der SPD-Bundestagsabgeordneten - Suedlink wird kritisch hinterfrag (7.12.2014)
 - Demo gegen Suedlink am Montag, den 15.12.2014 um 18.00Uhr ab Rathaus in Bad-Emstal - Sand
   - hier der Flyer
 - Antrag im Hessischen Landtag zu Suedlink
 - HNA-Bericht vom 8.1.2015 _ Konferenz am 24.2.2015
 - Am Bedarf vorbeigeleitet - Wissen-Kolumne
 - Presseerklärung Landesverband der BI gegen Suedlink vom 12.12.2014
 - DEMO in Bad Emstal

 - HNA-Bericht Interview mit Bundestagsabgeordneten Edgar Franke unten
 - HNA-Bericht zur Erdverkabelung
 - neues Transparent in Altenstädt:
aufgehängt und finanziert von Ortsvorsteherin Yvonne Franke:
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 - Transparent im Haus Gerhold, - Kasseler Sraße 2:
IMG_8322_Suedlink_Gerhold

 - Resolution Ortsbeirat Altenstädt - hierzu auch: HNA-Artikel vom 9.3.2015
 - Neues aus dem Landtag:
   01294_Stromtrasse_schwarz-grün
   01220_SPD_Stromtrasse
  15021901_gremmels_suedlink
 - Pressemitteilung der Bürgerinitiative gegen Suedlink (6.7.15)
 - Power to Gas Vissmann
 - Themenseite auf der HNA

Empfehlenswerte Buchtitel von Ursula Günther:
Arne Naes, Die Zukunft in unseren Händen, eine tiefenökologische Philosophie, Peter Hammer Verlag
Robert O. Becker, Heilkraft und Gefahren der Elekrizität, Die Chancen der Energiemedizin und die Gefahren des Elektrosmog,
Scherz-Verlag

Seiten des Netzbetreiber Tennet und Bundesnetzagentur:
 - Tennet
 - Bundesnetzagentur

 

Sie als Bürger können aktiv werden, hier die Informationen und Muster:
 - Leitfaden zum Verfassen eines individuellen WiderspruchsSymbol_Suedlink
 

Info-Veranstaltungen:
 -
Die BI Wolfhager Land
    am 23. März 2015 um 19.30 Uhr im HDG Naumburg
Flyer zum Download

Bericht weiter unten

 

  • Forum der Altenstädter Bürgerinnen und Presseartikel

Wer etwas kundtun möchte bitte per E-Mail

Thema: Stromtrasse Südlink im Wolfhager Land
 
Wir sind eine Gruppe von betroffenen Bürgern aus dem Wolfhager Land, die die Planung von Tennet, hier in der Region eine Gleichstromtrasse zu bauen, nicht akzeptabel finden. Die Gründe sind Gesundheitsgefährdung von Mensch und Tier und Landschaftsverschandelung. Ausdrücklich sind wir für die Energiewende und für die Abschaltung der restlichen Atomkraftwerke. Es geht auch nicht darum, die Stromtrasse bitte woanders zu bauen. So sind wir auf der Suche nach Alternativen.
                                                                                                                                       Symbol des Widerstandes von Ursula Günther
Wer sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen möchte, ist recht herzlich zu unserem nächsten Treffen am Dienstag, den 10.6.2014 um 20 Uhr in der Gaststätte Schiffchen in Wolfhagen eingeladen.
An diesem Abend wird es schwerpunktmäßig um das Thema Stromnetze gehen.
Wir freuen uns über weitere MitstreiterInnen.

Ursula Günther

Ich kann mich Ursula nur anschließen.
Nicht mal die Zahlen, die der der Berechnung der Leitungskapazität zu Grunde liegen, sind bekannt.
Selbst wenn der Ausbau der Offshore Windparks so vonstatten geht, wie er von der Bundesregierung geplant und gefördert wird, müsste die Leistung nur um 5% zu Starkwindzeiten reduziert werden um die Trasse deutlich kleiner zu bauen !
Außerdem halte ich es für unverantwortlich und gefährlich eine Technik einzusetzen, bei der nicht mal ansatzweise bekannt ist, welche Auswirkungen sie auf Mensch und Natur hat.
Ich finde das ganze Projekt trägt die Handschrift der Energiemonopolisten, die mit aller Macht ihre Marktposition verteidigen!
Die Energiewende muss aber dezentral umgesetzt werden, was nicht weniger heißt als einen von wenigen Großkonzernen geführten Markt zu demokratisieren.
Eine Alternative wäre zum Beispiel die "Power to Gas" Technik, welche das vorhanden Gasnetz zur Speicherung und Verteilung der Energie nutzen könnte und einen so monumentalen Netzausbau völlig unnötig machen würde.

Harald Waschk

 

 

DEMO in Bad Emstal am 15.12.2014

In Bad Emstal nahmen auch viele Altenstädter teil - Werner Gerhold hatte sogar ein Transparent gebastelt - siehe ganz oben.

HNA-Bericht vom 15.12.2014:

500 Bürger protestieren gegen geplante Stromtrasse Suedlink

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Lichtermarsch gegen Suedlink in Bad Emstal: Bei der Demo, organisiert durch die Bürgerinitiative Bad Emstal um Vorsitzende Veronika Papenhagen-Stannick (vorne), nahmen 500 Menschen aus dem gesamten Altkreis teil. Foto: Ulbrich

Habichtswald/Bad Emstal. Mit Lichtermärschen haben etwa 500 Menschen am Montagabend gegen die geplante Stromtrasse Suedlink protestiert.

In Bad Emstal und Habichtswald hatten die jeweiligen Bürgerinitiativen dazu aufgerufen, mit Fackeln, Taschenlampen und Plakaten auf die Straße zu gehen, um gegen den geplanten Verlauf der Hochspannungsmasten durch das Wolfhager Land zu demonstrieren.
Vor dem Rathaus in Bad Emstal versammelten sich etwa 300 Bürger aus dem Altkreis, mit dabei auch Vertreter der Bündnisse aus Naumburg, Altenstädt und Wolfhagen, um friedlich gegen das umstrittene Projekt Suedlink zu protestieren. Organisiert hatte den Lichtermarsch die Bürgerinitiative Bad Emstal um Vorsitzende Veronika Papenhagen-Stanick.

Gemeinsam mit Bürgermeister Ralf Pfeiffer marschierte sie an der Spitze des Trosses, der vom Rathaus über die Kasseler Straße bis zum Kreisel und zurück marschierte. Immer wieder skandierten die Demonstranten „Wir haben keinen Bock auf Suedlink und Elektrosmog.“ Papenhagen-Stanieck war angesichts der vielen Teilnehmer zufrieden und sagte unter anderem, dass man „weiter gegen die Trasse kämpfen müsse - und werde.“ Ein ähnliches Bild bot sich in Habichtswald, wo zeitgleich 200 Menschen ihren Unmut über die Pläne des Betreibers Tennet lautstark zum Ausdruck brachten. Nicht nur Taschenlampen, Fackeln und Kerzen hatten die Habichtswalder gestern zu ihrem Lichtermasch quer durch den alten Ehlener Ortskern mitgebracht, sondern auch jede Menge Trillerpfeifen.

Laut zu sein und auf sein Begehren aufmerksam zu machen, sei gerade in diesen Tagen wichtig, wie BI-Vorsitzender Wolfgang Aßhauer erklärt. Über die richtige Form schriftlicher Widersprüche informierte er in der anschließenden Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus.

Von Nicolai Ulbrich

Tennet soll Notwendigkeit der Trasse durch Naumburg belegen
Naumburger Ortsbeiräte sind gemeinsam gegen Suedlink

09.03.2015 - 13:52 - HNA

Naumburg. Die Naumburger Ortsbeiräte lehnen den Verlauf der Suedlink-Stromtrasse durch das Gebiet der Stadt Naumburg geschlossen und „grundsätzlich" ab.

Einen vom Elbenberger Ortsbeirat formulierten Text haben die übrigen Stadtteilgremien gleichlautend übernommen, verabschiedet und zu Beginn der jüngsten Stadtverordnetensitzung an den Magistrat zur Weitergabe an die Bundesnetzagentur und die Firma Tennet übergeben.

Elbenbergs Ortsvorsteher Uwe Förster verlas den Text in dem das für die Ausführung zuständige Unternehmen Tennet kritisiert wird. Tennet, so Förster, habe bisher „weder wissenschaftlich noch wirtschaftlich eine schlüssige Notwendigkeit für die geplante Streckenführung durch den Landkreis Kassel und die benachbarten Kreise“ vorlegen können.

Notwendigkeit belegen

In der Resolution fordert man deshalb Tennet auf, die Notwendigkeit von Trassenführungen durch das Gebiet der Stadt Naumburg zu belegen.

Es sei zu prüfen, inwieweit eine Stromtrasse, sollte sie unverzichtbar sein, auf dem Gebiet der Stadt Naumburg unterirdisch verlegt werden kann unter besonderer Berücksichtigung des Umwelt-, Landschafts- und Naturschutzes. Die Hessische Landesregierung wird aufgefordert, beim Vorhabenträger und der Bundesnetzagentur darauf hinzuwirken, dass eine Abstandsregelung von mindestens 400 Metern zwischen Hoch- und Höchstspannungsleitungen zur Wohnbebauung, Einzelgehöften und sensiblen Einrichtungen wie Kindergärten „zwingend eingehalten werden“.

Weiter wird die Landesregierung aufgefordert, sich bei der Bundesnetzagentur dafür einzusetzen, dass die im Rahmen der Bundesfachplanung anstehenden Antragskonferenzen so zu gestaltet sind, dass die betroffenen - und dabei insbesondere die kleinen - Kommunen bei der Einbringung ihrer Belange unterstützt werden „und der lokale Sachverstand vorgebracht werden kann“. Dafür müssten die Antragskonferenzen auf Ebene der Landkreise stattfinden. Die Antragsunterlagen sollten so aufgearbeitet werden, dass die Planungen für die jeweiligen Teilregionen auch für Nichtfachleute „überschaubar und nachvollziehbar“ dargestellt werden.

Mit Nachbarn abstimmen

Vom Magistrat der Stadt Naumburg erwarten die Ortsbeiräte, dass er Maßnahmen und Aktivitäten, die der Erfüllung der gestellten Forderungen dienen, mit allen Kommunen im Landkreis Kassel und den benachbarten Kreis abstimmt. (nom)

Naumburg/Altenstädt - Diskussion zum Thema Suedlink am 23.3.2015

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Wolfhagerland gegen Suedlink  ( BI ) vom 29.März 2015

Trassenbau entspricht nicht dem Wohl der Allgemeinheit
Trassenbau behindert die Energiewende


Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Wolfhagerland gegen Suedlink am 23. März 2015 in Naumburg zum Thema: Was brauchen wir für das Gelingen der Energiewende – Stromtrassen oder Energiespeicher?

Zu Beginn berichtete Ursula Günther den 100 Interessierten von der bisherigen Arbeit der BI. So wurden ein Positionspapier erarbeitet und in Form eines Flyers herausgegeben, Unterschriften gegen Suedlink gesammelt (1588 Bürger sprachen sich gegen dieses Projekt aus) und öffentliche Aktionen der benachbarten BI in Bad Emstal unterstützt. Als Etappensieg der Arbeit des Bündnisses der Bürgerinitiativen auf Bundes- und Landesebene wertete Frau Günther die Zurückweisung des Antrages von Tennet durch die Bundesnetzagentur und das Verschieben der Antragskonferenzen auf Herbst 2015. Mittlerweile haben sich die  Landräte im Weserbergland und Hessens entlang des geplanten Trassenverlaufs zum „Hamelner Kreis“ zusammengeschlossen und Juristen mit der Bewertung der Suedlinkplanungen beauftragt. Die Anwälte kamen zum Ergebnis, dass die Planungen nicht einer guten fachlichen Praxis entsprechen, da die vorgesehenen Trassenkorridore und Alternativtrassen nicht anhand einheitlicher Kriterien festgelegt wurden. Diese Stellungnahme wird sowohl dem Netzbetreiber Tennet als auch der Bundesnetzagentur vorgelegt werden.

In seinem Grußwort erklärte der Naumburger Bürgermeister Hable: „Die Besonderheit bei den Protesten gegen die geplante Suedlinktrasse ist, dass Kommunen, Bürgermeister und Bürgerinitiativen an einem Strang ziehen.“ Ferner legte er dar, welche finanziellen und personellen Belastungen es für die jeweiligen Kommunen bedeute, sich in die komplexe Thematik einzuarbeiten und gegen dieses Vorhaben zur Wehr zu setzen. So mussten Planer beauftragt werden, um qualifizierte Aussagen zu den sog. Raumwiderständen treffen zu können. Der Aufwand erhöhe sich, je mehr Alternativtrassen die Kommune beträfen.

Referent des Abends war Dipl.-Ing. Wolf von Fabeck vom Solarenergie- Förderverein Deutschland e.V. (SFV), der sich als Umweltschutzverein versteht. Dessen erklärtes Ziel ist, die Klimakatastrophe und die ungeklärten Abfälle der Atomenergie in der Gesellschaft und auf politischer Ebene zu thematisieren und Alternativen darzulegen. (siehe Hintergrund)

Trassenbau fördert Braunkohlestromhandel, nicht die Energiewende
Im Zuge seines Vortrags stellte von Fabeck die Argumente der Befürworter der Trasse auf den Prüfstand und entlarvte die Planungen als nicht geeignet, eine Energiewende zu befördern. Er kam zum Schluss, dass der Bau der Ferntrassen lediglich dem europäischen Stromhandel( auch mit Braunkohlestrom) den Weg bereite und nur zu einer örtlichen Verschiebung des angeblich überschüssigen EE-Stroms aus dem Norden führe. Die Ferntrasse unterstütze weder den Zubau von EE-Anlagen noch leiste sie einen Beitrag zum zeitlichen Lastenausgleich und letztlich zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels.

Teil-Enteignung der Bürger- juristisch nicht haltbar
Die Planungen kämen einer Teil-Enteignung der von der Trassenführung betroffenen Mitbürger gleich, denn ihnen werde für ihre Grundstücke der Bau von Strommasten, das Verlegen von Erdkabeln und das Überspannen mit Stromleitungen per Grunddienstbarkeit aufgezwungen. Das Grundgesetz ( GG) lautet in Artikel 14 Absatz 3 Satz 1 : „Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig.“

Es hapere an der juristischen Rechtfertigung dieses Großvorhabens, denn es fehle am Gemeinwohl. Von Fabeck erklärte: „Süddeutschland kann den durch das Abschalten der Atomkraftwerke entstehenden Strombedarf nicht durch regenerativ erzeugten Strom decken, sondern bleibt nach wie vor auf den Bezug von Braunkohlestrom angewiesen. Die Politik weiß das, denn die Genehmigungen zum Abbau der Braunkohle in den Kohlerevieren sind bereits verlängert worden. Die Versorgung mit Kohlestrom dient nicht dem Gemeinwohl, erhöht sogar noch den CO2-Ausstoß, beschleunigt den Klimawandel und verzögert und verteuert die Energiewende.“

Fehlende Voraussetzungen für Versorgung Bayerns mit regenerativem Strom     
Fakt sei laut von Fabeck, dass die norddeutschen Stromüberschüsse, ob Off-shore oder On-shore erzeugt, nicht ausreichten, um Süddeutschland durchgängig mit regenerativem Strom zu versorgen. Schließlich sei zu berücksichtigen, dass auch in Norddeutschland  AKWs bis 2022 abgeschaltet werden. Das bedeute, dass der momentane Stromüberschuss ab dem Zeitpunkt der Abschaltung zur Versorgung Norddeutschlands benötigt werde.

Betrachte man die Kapazitäten der drei geplanten Trassen West-, Sued- und Ostlink mit zusammen 8 Gigawatt und sehe sich dann die Kapazität der Seekabel nach Skandinavien an, die mit gerade mal 2,8 Gigawatt bei Bedarf Wasserkraftstrom aus Pumpspeicherbecken zum Lückenschluss nach Bayern transportieren sollen, entbehre dies jeglicher Logik.

Sichere Alternativen zur Umsetzung der Energiewende
Statt einer reinen örtlichen Umleitung der EE-Stromüberschüsse über eine Ferntrasse werde eine zeitliche Verschiebung von Stromerzeugung und Stromverbrauch durch Energiespeicher benötigt, so von Fabeck. Diese gelinge am besten in dezentralen regionalen Systemen, die zudem die Stromversorgung weniger störanfällig für Extremwetterereignisse und terroristischen Eingriffe machten. „Die technischen Voraussetzungen sind bereits vorhanden mit Langzeitspeichermethoden wie Power-to-Liquid oder Power-to-Gas (insbesondere für Windstromüberschüsse), mit Kurzzeit/-Pufferspeichern (insbesondere für Photovoltaikanlagen), nötigenfalls durch den Zubau von Höchstspannungstrassen in kleinen regionalen Bezügen sowie mit Gaskraftwerken zur Sicherung der Grundlast als Übergangstechnik.“, berichtete von Fabeck. Auf diese Art könne Süddeutschland sicher mit regenerativem Strom versorgt werden. „Am besten wird der Strom dort erzeugt, wo er gebraucht wird. Das spart den Stromtransport über Stromnetze. Auch Bayern besitzt das Potential zur Erzeugung von Windstrom und zur Speicherung.“

Doppelbelastung der Stromverbraucher
Solange das herkömmliche zentrale System der Stromversorgung mit Kohlestrom durch den Bau einer kostenträchtigen Trasse neben dem dezentralen System der Versorgung mit EE-Strom bestehe, belasteten zweifache System-Kosten den Stromverbraucher. „Es gilt im Interesse der Stromverbraucher diesen Zeitraum zu verkürzen und die Umstellung auf die regenerative Stromversorgung zu beschleunigen.“, so von Fabeck. Die Großverbraucher, die Interesse an billig erzeugtem Kohlestrom hätten, seien von Netzentgelten (Trassenkosten) und der EEG-Umlage befreit. Sie trügen diese Belastung nicht mit. In die wirtschaftliche Kostenbetrachtung von herkömmlicher fossiler und atomarer Stromerzeugung seien endlich die Kosten der Versäumnisse (Atommüllendlagerung, Extremwetterschäden infolge Klimaerwärmung, Aufnahme von Klimaflüchtlingen) einzubeziehen, um den Kostenvergleich ehrlich und realistisch zu machen.

Hintergrund: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. ( SFV)
Gegründet als Umweltschutzverein im Jahr des Reaktorunfalls in Tschernobyl 1986. Geschäftsführer im Vorstand ist Dipl.-Ing. Wolf von Fabeck.
Initiator der kostendeckenden Vergütung zur Markteinführung der Photovoltaik ( Aachener Modell ) im Jahr 2000, im Jahr 2004 im EEG erfolgreich umgesetzt. Der SFV betont, unabhängig vom Bundesverband Solarenergie zu sein.
Derzeitiger Vorschlag des SFV an die Politik zur Förderung der Energiespeicherung durch PV-Anlagenbetreiber: Einführung einer kostendeckenden Vergütung für die Schaffung von Pufferspeichern bei PV-Anlagen mit Batteriespeichern. Die PV-Anlagenbetreiber verpflichten sich, 70 % des erzeugbaren Stroms zu speichern und selbst zu verbrauchen und nur 30% ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Damit wird das öffentliche Netz stabilisiert, die Spitzeneinspeisung reduziert sich.

Link zum Vortrag „Fernübertragungstrassen oder Speicherausbau“ zur Internetseite des SFV: www.sfv.de
Link zu Informationen der BI Wolfhagerland gegen SuedLink über die Internetseite des Ortsteils Naumburg-Altenstädt:
www.altenstaedt.de Stichwort SUEDLINK

Nächstes Treffen der BI Wolfhagerland gegen Suedlink : Montag, 13.April 2015, 20.00 Uhr, Gaststätte „Zum Schiffchen“ in Wolfhagen; Interessierte sind willkommen
 

Nbg Refernt
Nbg Veranstaltung

Reges Interesse im HDG Naumburg

Referent Wolf von Fabeck vom Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. (SFV).  (Foto: BI Wolfhagerland)

Rechts: Initiatorin Ursula Günther aus Altenstädt

HNA am 05.05.2015:

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HNA am 11.06.2015:

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HNA am 31.07.2015:

Stromtrasse wird neu geplant – Umstellung auf Erdkabel
Südlink verzögert sich um bis zu drei Jahre

HNA online 31.07.15 - 13:24

Die hessischen Bürgerinitiativen gegen Südlink atmen auf. Nach der Entscheidung der Bundesregierung, bei der Stromtrasse vorrangig auf Erdverkabelung zu setzen, muss Netzbetreiber Tennet neu planen.

„Wir müssen die Suche nach möglichen Korridoren neu beginnen", sagte Thomas Wagner, Referent für Bürgerbeteiligung bei Tennet, auf HNA-Anfrage.
Die bisherigen Planungen, wonach Südlink auch durch den Landkreis führen soll, seien vom Tisch. Bis eine neue Stromtrasse den heutigen Planungsstand erreicht hätte, könnten zwei bis drei Jahre vergehen. „Das ist ein großartiger Erfolg des Engagements der Bürgerinitiativen“, schreiben Ingmar Theiß (Fritzlar) und Bernd Herbold (Homberg), Sprecher der hessischen Bürgerinitiativen gegen Südlink. Durch den Widerstand der Bürger sei Einfluss auf das Planungsverfahren genommen worden. Die Initiativen hätten gezeigt, dass „die bisherigen Planungen gigantischer Unsinn waren“.

Am Ende der Planungen könnten andere Korridore als bisher stehen. Schließlich seien bei Überlandleitungen und Erdkabel unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen. Ginge es bei Überlandleitungen etwa um Vogelgebiete, spiele bei der Erdverkabelung die Beschaffenheit der Böden eine Rolle. Tennet hofft, dass die Bundesregierung die Erdkabelkriterien bis Ende des Jahres in ein Gesetz gießt. Auf dessen Basis könnte mit den Planungen begonnen werden. Die Zeit bis dahin wolle Tennet nutzen, um von den Erfahrungen der Gasnetze-Betreiber zu lernen. Doch auch wenn Tennet neu planen müsse, sei Zurückhaltung angebracht. „Wer weiß, was uns noch alles erwartet und wie die Beschlüsse gesetzlich umgesetzt werden“, sagen Theiß und Herbold. Sie fordern die Politik auf, über „Alternativen zum überdimensionierten Netzausbau nachzudenken und eine dezentral gesteuerte Energiewende zu fördern“.

HNA am 03.08.2015:

Bad Emstaler haben Protestaktion geplant
Suedlink: Bürgerinititativen kämpfen weiter

HNA online 03.08.15 - 15:40

Wolfhager Land. Auch nachdem Ende vergangener Woche bekannt wurde, dass bei der Stromtrasse Suedlink vorrangig auf Erdverkabelung gesetzt wird und die Trassenführung durch den Altkreis vom Tisch sein soll, lassen die Bürgerinititativen (BI) nicht locker.

„Bisher gibt es nur vollmundige Ankündigungen, aber keinerlei gesetzliche Regelung“, sagt die BI-Vorsitzende aus Bad Emstal, Veronika Papenhagen-Stannick, Sie ist misstrauisch: Eine neue Planung beinhalte nicht, dass die bisherige Trassenführung automatisch vom Tisch sei. Außerdem gehe es der Bürgerinitiative darum, die Energiewende in Deutschland anders zu gestalten. Papenhagen-Stannnick ist der Überzeugung, dass der Leitungsausbau überflüssig ist. Es sei ein Unding, dass Netzbetreiber ohne Kontrolle selbst den Bedarf ermittelen, planen, bauen und selbst betreiben. „Wir werden aufmerksam den weiteren Fortgang im Auge behalten.“

So sieht es auch die Vorsitzende der BI Wolfhager Land, Ursula Günther. Die Nachricht aus der vergangenen Woche werfe eine Unmenge von Fragen auf. „Es ist ein Etappensieg aber die helle Freude kann bei uns nicht aufkommen. Suedlink wird es trotzdem geben.“ Günther sieht auch die Erdverkabelung kritisch. „Wir bleiben dran!“

Die Emstaler planen unmittelbar am kommenden Wochenende eine größere Protestaktion.

Unter dem Motto „Bad Emstal ist uns nicht Wurst“ laden die Bürgerinitiative Bad Emstal in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Ralf Pfeiffer (parteilos) ein, „für eine bürgerfreundliche, regionale Energieerzeugung und gegen Monstertrassen“ zu demonstrieren. Die Demonstrationsroute soll mit Fahrrädern, Treckern und Pkw auf der Bundesstraße 450 entlang der gesamten Kurgemeinde befahren werden. Beteiligen können sich Interessierte sowohl an einzelnen Etappen von Ort zu Ort oder auf der gesamten Strecke von Balhorn bis Riede, mit Zwischenstopps in Sand und Merxhausen.

Impulsvorträge von Firmen

An den einzelnen Standorten sind Impulsvorträge regionaler Unternehmen vorgesehen. Das Mitbringen von Trillerpfeifen, Rasseln, Hupen und eigenen Tüchern oder Plakaten ist erwünscht. Auch dekorierte Fahrzeuge sollen die geplante Demofahrt bunter machen.

Bürgermeister Ralf Pfeiffer erklärt: „Man hat uns inzwischen in Berlin wahrgenommen, gerade deshalb dürfen die Menschen vor Ort in ihrem Engagement jetzt nicht nachlassen. Aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben. Wir wollen eine große Lösung finden, dass diese Trasse nirgendwo gebaut wird. Es wäre fatal, jetzt aufzuhören. Das Ziel ist eine menschen- und umweltfreundlich gestaltete Energiewende.“

Auch wer im Urlaub ist, soll bei der Aktion mitmachen und einen Beitrag mit Foto oder Video von sich beim Wurstessen in den sozialen Netzwerken posten.

buergerinitiativen-gegen-suedlink.de

 

Pressemitteilung Bürgerinitiative “Wolfhagerland gegen SuedLink” vom 18.01.2016
von Ursula Günther
SuedLink und kein Ende
Jahresrückblick der Bürgerinitiative Wolfhagerland gegen SuedLink

Mit dem Jahr 2015 liegt ein ereignisreiches Jahr hinter der Bürgerinitiative, die seit Mitte 2014 existiert. Ausgangspunkt unserer ablehnenden Haltung zur geplanten Stromtrasse SuedLink ist die Gesundheitsgefährdung und die Landschaftsverschandelung durch dieses geplante Projekt sowie große Zweifel an der Notwendigkeit des Vorhabens. Viel wurde erreicht im letzten Jahr. Mittlerweile gibt es den Landesverband und den Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen SuedLink. Die Zusammenarbeit hat sich eingespielt.
Seit März 2015 sind im Stadtgebiet Naumburg mit der Unterstützung von Privatpersonen, Ortsvorstehern, Vereinen und Bürgermeister Banner aufgestellt „SUEDLINK? NEIN DANKE!, ebenso iin den Wolfhager Ortsteilen Nothfelden und Altenhasungen. Während des ganzen Jahres nahmen wir an Diskussionsveranstaltungen mit Politikern teil.

Als herausragendes Ereignis ist die Veranstaltung am 23. März 2016 im Naumburger Haus des Gastes zu werten. Herr von Fabeck vom Solarenergie-Förderverein in Aachen legte anschaulich vor 100 Zuhörern dar, dass es keine Mega-Stromtrassen zum Gelingen der Energiewende bedarf, sondern der Entwicklung von Speichertechnologien.

Der ablehnenden Haltung der HGÜ-Stromtrasse Suedlink gegenüber wird wissenschaftlich untermauert von Prof. Dr. Jarass, Hochschule RheinMain und Prof. Dr. Claudia Kemfert, Deutsches Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin. Im VDE (Verband der Elektrotechnik) wurde ein Modell erarbeitet unter Mitwirkung von Professoren unterschiedlicher Hochschulen, um den zukünftigen Strommarkt auf die Erfordernisse der erneuerbaren regional erzeugten Energien anzupassen. Dieser „Zelluläre Ansatz“ baut das Verteiler-Stromnetz zunächst regional auf, mit dem Ergebnis, dass überregionale Netze nicht in dem geplanten Maße für die Versorgung notwendig sind. Auch andere angesehene wissenschaftliche Akademien (z.B. acatech) kommen zu dem Ergebnis, dass SuedLink für das Gelingen der Energiewende nicht gebraucht wird.

Bei den Speichertechnologien schreitet die Entwicklung voran. Viele neue Fotovoltaik-Anlagen auf privaten Dächern haben bereits einen Batteriespeicher und in Frankfurt gibt es eine Power-to-Gas-Anlage, die vor der Marktreife steht. All diese technischen Fortschritte führen dazu, dass Strom nicht mehr über weite Strecken transportiert werden muss, sondern vor Ort auch dann zur Verfügung steht, wenn weder der Wind weht, noch die Sonne scheint.

Im April wurde eine Arbeitsgruppe bestehend aus den BIs gegen SuedLink im Landkreis Kassel und den jeweiligen von der Planung betroffenen Bürgermeistern gegründet. Hier zeigte sich, dass die BIs und die Bürgermeister an einem Strang zogen, was sich als sehr erfolgreich herausstellte. Ein Gutachten des juristischen Büros de Witt kam zu dem Ergebnis, dass Tennet bei der Planung die Kriterien nicht durchgängig angewandt hat, was bedeutet, dass die Planung nicht der guten fachlichen Praxis entspricht, sodass neu geplant werden muss. Dieses Ergebnis wurde sowohl der Bundesnetzagentur als auch TenneT vorgelegt.

Im Mai galt es eine Eingabe zum Netzentwicklungsplan 2014 zu schreiben, bei der Bundesnetzagentur gingen über 35ooo Anmerkungen dazu ein. Im Dezember wurde wiederum der Bundesnetzagentur gegenüber zum NEP 2024 kritisch Stellung bezogen. Die Demonstrationen der Bürgerinitiative Bad Emstal wurden unterstützt. Im Oktober nahmen wir mit einem Stand an dem Wolfhager Energiefest teil.

All die lokalen und überregionalen Aktivitäten hatten zur Folge, dass im Juli die Fraktionsspitzen in Berlin beschlossen, dass SuedLink vorrangig als Erdkabel gebaut wird. Was nun auch gesetzlich festgeschrieben ist. Wir werden weiterarbeiten, ebenso wie die anderen BIs auch. Die Entwicklung gilt es kritisch zu begleiten. Tennet muss völlig neu planen. Die neue Streckenführung mit den Details wird für Anfang 2017 erwartet. Hierzu sei angemerkt: Vorrang, was bedeutet das konkret? Und nach wie vor gilt das Bündelungsgebot. Das bedeutet: wo schon eine Stromtrasse ist, wird SuedLink als Freileitung dazugelegt. Ungeklärt ist die Gesundheitsgefährdung durch die magnetischen Felder, die auch bei einer Erdverkabelung besteht. Und nach wie vor hat uns noch niemand die Notwendigkeit der Megastromtrassen als notwendig für ein Gelingen der Energiewende im Rahmen der Daseinsvorsorge vorgerechnet. Nach und nach ist nun auch in den Medien zu lesen, dass unser dreckiger Strom (gemeint ist Strom aus Kohle- und Atomkraftkraftwerken) durch die Megaleitungen transportiert werden wird und die HGÜ-Leitungen für den europäischen Stromhandel, auch hier geht es wieder um den Transport von Kohle- und Atomstrom, benötigt werden. Der Slogan: SuedLink ist das Rückgrat der Energiewende ist ad absurdum geführt. Fakt ist, dass 2015 die erneuerbaren Energien mit 32,5 % am Strommix beteiligt waren und damit sind sie mit Abstand wichtigste Energiequelle. Erstmals wird unser Stromsytem  von den erneuerbaren, regional erzeugten Energien dominiert! Die Stromproduktion erreichte 2015 den Rekordwert von 647 Terawattstunden, wobei der Stromverbrauch weitgehend gleich blieb (alle Zahlen Agora). Der wachsende Anteil der Stromproduktion wird billig ins Ausland verkauft statt aus Klimaschutzgründen die Kohleverstromung zurück zu fahren.

Wer bei uns mitarbeiten möchte, ist herzlich willkommen. Das nächste Mal treffen wir uns am Montag, den 25. Januar in der Gaststätte Zum Schiffchen um 19.30 Uhr.

Kontakt:
bi-wolfhagerland@web.de
 

aus: HNA, 4.5.2016:

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aus: HNA, 10.6.2016:

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aus: HNA, 27.8.2016:

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