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Wandergesellen

Altenstädter Wandergesellen

Die Tradition der “Walz” (Wanderjahre) hat eine jahrhundertlange Geschichte. Ob bereits in früheren Jahren Altenstädter auf Wanderschaft gegangen sind, ist unklar. Vielleicht ist Till Arend, der als Zimmermann wandert, der erste und einzige!?
 
29062013 023I. Till Arend - Zimmermann
Auf Wanderschaft vom 1.7.2013 -

Till Arend, Jahrgang 1990, Zimmergeselle
Nach dem Abitur absolvierte Till eine Ausbildung bei der Firma Holzbau Batz.Seit 2011 arbeitete Till bei seinem Vater Reiner in der Altenstädter Zimmerei.
Mit einer Abschiedsparty am 29.6.2013 in der Firma Arend - bei der Til auch traditionell “genagelt” wurde - wurde seiner Heimat Altenstädt erst einmal der Rücken gekehrt - gemäß Vorgabe darf er Altenstädt und einem Umkreis von 50 Kilometer auch nicht mehr besuchen.
Mit einem Altgesellen und einem weiteren Wandergesellen geht es im ersten Jahr im deutschsprachigen Raum auf die Walz, danach wird Till weltweit unterwegs sein. Die Mindest-Wanderschaft beträgt 2 Jahre und 1 Tag!


 

 

 

 

 

 

 

 

HNA-Bericht vom 1.7.:

Mit dem Stenz nach Afrika: Till Arend aus Altenstädt geht auf die Walz
Altenstädt. Die Augen sind schwer, die Stimme ist weg. Till Arend wirkt alles andere als fit und ausgeruht. Eher müde. Doch in sein heimisches Bett kann er nicht fallen. Denn Altenstädt darf sich der Zimmermann seit gestern nicht mehr nähern. Arend geht auf die Walz.

Mindestens zwei Jahre und einen Tag darf der 23-Jährige seiner Heimat nicht näher als 50 Kilometer kommen. Doch Wehmut verspürt er nach dreitägiger Abschiedsfeier keine. „Über die Bannmeile mache ich mir keine Gedanken“, sagt er, „ich versuche das gar nicht an mich heranzulassen.“

Begleitet wird er von Andreas Rebl. Der Österreicher hat in den vergangenen sechs Wochen in der Zimmerei von Till Arends Vater Reiner in Altenstädt gearbeitet. Dort machen immer wieder Handwerker auf Wanderschaft Station. Rebl ist Arends so genannter Alt-Reisende. Er weist ihn in die Verhaltensweisen eines Wandergesellen ein.
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Der eine geht los, der andere kommt bald an: Für Till Arend (links) aus Altenstädt begann gestern die Zeit als Wandergeselle. Begleitet wird er von dem Österreicher Andreas Rebl, der schon seit zwei Jahren und vier Monaten unterwegs ist. Foto:  Deppe, HNA


Auf jeden Fall möchte Arend während seiner Zeit als Tippelbruder Deutschland verlassen. „Österreich und Schweiz auf jeden Fall, nach Afrika wäre ein Traum.“ Überall wo er hinkommt, wird er bei Zimmereibetrieben anfragen, ob seine Hilfe benötigt wird. Maximal acht Wochen darf er dann bleiben. Dass er kein Handy mitnehmen darf, findet er nicht schlimm.

„Ist doch schön“, sagt er, „da ist man nicht mehr so abhängig.“ Kontakt zur Familie wird er dennoch telefonisch pflegen und aus seinen Betrieben aus anrufen. Auch Treffen außerhalb der Bannmeile sind möglich. Wann und wie, das entscheidet der Wandergeselle ganz allein. Seine Mutter Claudia ist froh, dass der Abschied so ausgiebig gefeiert wurde. „Da war nicht soviel Zeit zum traurig sein“, sagt sie.

Arends Alt-Reisender Andreas Rebl kennt auch die Unanehmlichkeiten des Wanderns, das auch Tippeln genannt wird: „Manchmal findet man für die Nacht keine Unterkunft und muss dann an der frischen Luft schlafen. Im Sommer völlig ok, im Winter natürlich unangenehm.“

Erstes Ziel der beiden Gesellen wird das Fichtelgebirge sein, wo sie an einem Stammtisch der Gesellenbruderschaft „Freie Vogtländer Deutschlands“ teilnehmen wollen. In diesen Schacht erhofft sich Arend aufgenommen zu werden.

Rund zehn Kilometer werden sie täglich zurücklegen, wenn sie zu Fuß unterwegs sind. Keine leichte Aufgabe, besonders angesichts ihrer Ausrüstung. Denn ihre traditionelle Kluft müssen sie unabhängig vom Wetter immer tragen. „Im Winter zu kalt, im Sommer zu warm“, sagt Rebl. Till Arend hat sich neben Waschzeug und etwas Wechselkleidung auch einen Stein in sein Charlottenburger – kurz Charlie – genanntes Tragetuch gepackt, das neben dem Stenz, einem Wanderstock, zur Ausrüstung gehört. „Ich will es am Anfang nicht zu leicht haben“, sagt er.

Von Lasse Deppe

Meldungen von der Walz

Sommer 2015: Till knapp 3 Monate bei Hammerfest am Nordkapp und Zwischenstopp in Schweden
Info von Claudia und Reiner Arend in 11/2015:
“Nachdem Till im Sommer knapp drei Monate bei Hammerfest am Nordkapp gearbeitet hat, hier nun ein Link von  einem Zeitungsbericht aus Schweden mit schönen Bilder der drei Gesellen beim Zwischenstopp bei unsere bekannten Jeanette auf der Rückreise. Momentan befindet er sich im deutschsprachigem Raum und hat selber einen “Jungreisenden” dabei.

Zeitungsbericht aus Schweden (Sundsvalls Tidnuing) vom 24.8.2015 - viel Spaß beim Übersetzen :O):

Jeanette Öhlén i Bergeforsen har haft besök i veckan.
Julian, Severin och Till är tyska snickargesäller som övernattat några dagar på sin gesällvandring runt världen. Iförda sina traditionella snickarkläder, liftar eller vandrar de i tre år och en dag för att utföra jobb ute i världen.

– Traditionen är 800 år gammal, och Tysklands äldsta, säger Julian Gund.
Hemma hos Jeanette Öhlén i Bergeforsen har de tre snickargesällerna Till Arend, Severin Peter och Julian Gund huserat i veckan. Jeanette känner en av vandrarna sen länge, så valet av bostad när de passerade Timrå var naturligt.
En tysk snickargesäll ser onekligen lite rolig ut med sina svarta manchesterbyxor med utsvängda ben, vit skjorta utan krage och väst. Den udda designen på kläderna är gammal och genomtänkt.
Utsvängda byxben för att inte få smuts och väta i skorna, den ibland bredbrättade hatten för att slippa få sågspån innanför skjortan när man sågar högt framför sig.

– Snickarna i andra förbund har slipsar i olika färger, svart, grå, blå eller röd, allt för att vi på håll ska se vilken tillhörighet den har, säger Julian Gund. Killarna måste bära kläderna hela tiden, i alla sammanhang, något som ibland väcker munterhet hos allmänheten.
Det är olika färger på kläderna för olika hantverkaryrken. Snickare är klädda i svart, stenhuggare beige, murare grå och plattsättare i vita kläder. Alla bär de med sig packningen i tygstycken, kallade Charlottenburgers, som är hängda över axeln.
I andra handen finns den obligatoriska vandringskäppen.

– Folk tittar så klart på oss när vi kommer, men de flesta skandinaver är jättetrevliga och uppskattar våra kläder, säger Julian Gund.
Att sköta sig och ha ett gott uppförande när man är ute i världen är viktigt. Innan gesällen ger sig av är det obligatoriskt att "ringmärkas" i örat. En äldre snickare slår en spik genom örsnibben och sätter i en ring.
Om någon missköter sig grovt på resan har andra gesäller, efter obligatoriskt rådslag, rätt att rycka ringen ur örat. Busen är märkt för livet och kan ha svårt att förklara för en blivande arbetsgivare det jack i örat som uppstått.
Innan gesällen går iväg på sin vandring hålls en avskedsfest. Efter festen går sällskapet till stadsskylten där gesällen klättrar upp på skylten, vinkar adjö till vännerna och hoppar ner på andra sidan.
Vitsen med resan är att skaffa sig erfarenhet och få lära sig olika länders byggtraditioner.
– I vissa länder har man ingen relation till sitt hus. Man bygger och bor i det, och sen kanske säljer det efter fem år utan att bry sig om det håller eller faller ihop fem år senare, säger Till Arend, som har erfarenhet från sin tid Nya Zeeland.

Nästa stopp är Gränsfors i Bergsjö där de ska besöka yxfabriken och hälsa på en kompis som bor där efter att ha hittat kärleken på sin gesällvandring för några år sedan.

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07/2015: Klassentreffen in Berlin - Till besucht Altenstädter Schulfreunde
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von links Johannes Löber, Till Arend, Julian " Walz Gefährte von Till, Michael Götte und Felix Klaenfoth
(eingesendet von Friedhelm Götte)

Neues von Till am 09. Juni 2015:
“Im Moment ist er auf dem Weg nach Norwegen Richtung Tromsö”, meldet Claudia Arend.

21.4.2015: Till Arend zu Besuch bei Andreas Arend in Sandbach
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Andreas Arend und Familie konnten Till und seinen Wandergesellen Kai in Sandbach im Odenwald begrüßen.
Nun geht die Wanderschaft weiter nach Sulzbach am Main.

Rückblick:
aus Barsinghausen - 30.08.2013:
Link zum Bericht  -  Barsinghausen   -   IgB

Mädels aufgepasst: 50 fesche Junggesellen treten heute am Thie auf
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 Jahresgesellentreffen der Freien Vogtländer auf dem Rittergut Stemmen. Die Gesellenbruderschaft ist ein Zusammenschluss von allen Bauhandwerkern „Die Wanderzeit für die Gesellen beträgt drei Jahre und einen Tag“, erläuterte der Sprecher Till Arend aus Kassel. Als Mitglieder aufgenommen würden nur ungebundene, unverschuldete, kinderlose und nicht vorbestrafte männliche Gesellen mit gültigem Gesellenbrief. Die Nationalität spiele keine Rolle. So ließen sich zwei Teilnehmer aus der Schweiz und Österreich gemeinsam am Ankunftstag ein frisch gezapftes Bier schmecken. Hausherr Jahn Friedrich Freiherr von Rössing stellte das gesamte Areal zur Verfügung.

Eingefädelt hatte das Treffen der Stemmer Bewohner Mike Schulz, der die Zimmerei auf dem Rittergut betreibt. Mindestens 150 Handwerker werden erwartet, also nicht nur Wandergesellen. Richtig gefeiert wird am Samstag ab 16 Uhr bei Live-Musik, wozu auch die Nachbarn eingeladen wurden. Ein Höhepunkt bildet jedoch der Auftritt am heutigen Samstag um 13.45 Uhr am Thie. „Wir schallern (gemeinsames Singen) aus der eigenen Liederfibel der Freien Vogtländer“, so der Sprecher. Für CON gab es ein Probeständchen. Ein Tipp: Es lohnt sich, zu dem kurzen Auftritt zu kommen.

Gerheide Knüttel.30.08.2013

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aus Wasserburg - 17.04.2014:
Link zum Bericht  -  Wasserburg


Zimmerergesellen auf Wanderschaft
Ihr Weg führte sie auch durch Wasserburg und aufs Frühlingsfest
Dieser Beitrag wurde am 17. Juni 2014 um 13:16 Uhr von Christian Huber online gestellt.
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ine stattliche Anzahl von Zimmerergesellen auf Wanderschaft traf sich gestern und heute in Wasserburg. Rund 20 der Handwerker in ihrer traditionellen Kluft begleiten derzeit einen der ihren, der aus Feichten an der Alz bei Tacherting ist, bei seiner Rückkehr nach Hause. Sie ziehen ein paar Tage mit ihm durch seine Heimat, ehe er nach dreieinhalb Jahren Wanderschaft seine Wanderschuhe an den Nagel hängt. Am Montag besuchten die Gesellen auch das Wasserburger Frühlingsfest. Foto: rl

aus Winterhur/ Schweiz - 11.08.2014:
Link zum Bericht  -  Winterthur


Robinson-Spielhütte
 EFFRETIKON - Auf dem Robinson-Abenteuerspielplatz in Effretikon ist in der ersten Sommerferienwoche eine tolle Spielhütte entstanden. Spielplatzleiterin Primula Meier erhielt dabei kompetente Unterstützung von Simon Kremers und Till Arend.

Die beiden deutschen Zimmerleute sind derzeit auf der «Walz» und machten für den Robi-Arbeitseinsatz einige Tage Halt in Effretikon.
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Gekonnt gaben die jungen Berufsleute auch den jüngsten Robi-Kids Tipps und Anregungen.
Das vom Kiwanis-Club Illnau-Effretikon gesponserte Dach ist auch eine Eigen-Konstruktion von Kremers und Arend. Offiziell eingeweiht wird die neue Spielhütte am 22. August. www.robinsonspielplatz.ch

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