Altenstädt -
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Konzept KiTa
Städtische Kindertagesstätte Regenbogenland

Auf dem Lindengarten 8

34311 Naumburg - Altenstädt

Tel: 05625/808

E-Mail: regenbogenland@naumburg.eu

Leiterin: Andrea Groß

Konzeption: eingestellt: 8.6.2011
Inhaltsverzeichnis

Vorwort
  1. Unser Auftrag als städtische Einrichtung
  2. Träger der Einrichtung
  3. Geschichte des Kindergartens
  4. Rahmenbedingungen
     4.1  Lage des Kindergartens
     4.2. Aufnahmeverfahren
     4.3. Eingewöhnung
     4.4. Öffnungszeiten
     4.5. Gebühren
     4.6. Das Team
     4.7. Unsere Gruppen
     4.8. Die räumliche Ausstattung
 5. Unsere Ziele
     5.1. Sozialverhalten
     5.2. Selbständigkeit
     5.3. Motorik
     5.4. 0Kreativität
     5.5. Schulfähigkeit
 6. Tagesablauf
 7. Schwerpunkt unsere pädagogischen Arbeit
     7.1. U3 - Altersübergreifend
     7.2. Gesundheitsprävention nach Sebastian Kneipp
     7.3. Felix/ Musikalische Früherziehung
     7.4. Kooperation mit der Elbetalschule
     7.5. Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf
     7.6. Qualitätsmanagment
 8. Teamarbeit und Weiterbildung
 9. EErziehungspartnerschaften
     9.1. Verpflichtung der Eltern
     9.2. Aufsichtspflicht/Versicherung
 10. Öffentlichkeitsarbeit
Schlusswort

Vorwort

In unserer Kindertagesstätte sollen sich die Kinder wohl fühlen und glücklich sein. Eltern, sowie auch alle in der Tagesstätte tätigen Kräfte möchten, dass die Kinder gerne die Einrichtung besuchen und hier viel erleben und lernen. Um Ihnen einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit zu ermöglichen, haben wir diese beschrieben und dargestellt.

Bereichert wird die gesamte Kindertagesstättenarbeit durch aktive und hilfsbereite Eltern. Unser pädagogisches Handeln muss immer wieder neu durchdacht werden und bedarf der permanenten Weiterentwicklung. Unser Konzept ist angelehnt an den hessischen Bildungs- und Erziehungsplan.

1.Unser Auftrag als städtische Einrichtung

Das Kindergartengesetz in Hessen sagt aus: „Der Kindergarten hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte Hilfen und Bildungsangebote fördern.

Bildung

Bildung bezeichnet den Entwicklungs- und Lernprozess des Kindes. Da der Lernende selbst lernt und der Lehrende ihm das Lernen nur erleichtert und ihn dazu motiviert, kann der Erwachsene dem Kind die Bildung auch nicht abnehmen. Das Kind bildet sich selbst. Die heutige Pädagogik legt Wert darauf, dass der Pädagoge erkennt: Der Erwachsene hat die Aufgabe, dem Kind geeignete Vorraussetzungen zu schaffen, dass es sich bilden und entwickeln kann. Hierbei kann die Erzieherin die Initiative, Lernlust und Anstrengungsbereitschaft des Kindes unterstützen.

Definition: Unter Bildung ist aus pädagogischer Sicht die Aneignung von Kompetenzen, d. h. der Lernprozess des Menschen gemeint. Bildung ist der lebenslange Erwerb von geistigen, kulturellen, sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten. Der junge Mensch strebt durch seine Bildung Fähigkeiten an, die ihn zu einer selbstbestimmten und mündigen Persönlichkeit führen.

Unsere Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige, seelische und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern die gleichen Entwicklungschancen zu geben.“ (§ 2 Abs.1).

Die Kinder- und Jungendhilfe ist seit Inkrafttreten des Gesetzes §8a SGB VIII verpflichtet, das Kindeswohl sicher zu stellen. Dies bedeutet für die Tagesstätte, dass die Leitung verpflichtet ist, bei vermuteter Kindeswohlgefährdung das zuständige Jugendamt zu informieren.

Die Kindertagesstätte leistet seinen Erziehungs- und Bildungsauftrag durch die Förderung verschiedener Lebensbereiche der Kinder, die es jedoch nicht getrennt voneinander zu fördern gilt, sondern die in pädagogisch durchdachten Angeboten erreicht werden.

Wir wollen den Lebens- und Erfahrungsraum der Kinder erweitern und ihnen helfen, ihre tägliche Lebenssituation zu bewältigen. Dabei gehen wir (wie der Gesetzgeber) davon aus, dass der Schwerpunkt der Erziehung des Kindes in der Familie liegt und die pädagogische Arbeit der Einrichtung sich, als familienergänzend versteht.

 

2.Träger der Einrichtung

Der Träger der ökologischen Kindertagesstätte Regenbogenland ist die Stadt Naumburg. Unsere Einrichtung wurde 1996 erbaut und am 01. April 1997 eröffnet.

Die Vertreter der Stadtverwaltung (Bürgermeister und Magistrat), die gewählten Vertreter der Erziehungsberechtigten – Elternbeirat, sowie das pädagogische Personal arbeiten eng zusammen, um die Erziehung in der Familie kindgerecht und familienbezogen zu ergänzen.

 

3.Geschichte der Kindertagesstätte

Durch den bestehenden Rechtsanspruch der jedem Kind ab Vollendung des dritten Lebensjahres zusteht, waren die Kindergartenplätze in der Kernstadt nicht ausreichend vorhanden. Somit wurde 1996 in Altenstädt unsere ökologische Kindertagestätte nach neusten pädagogischen Kriterien erbaut.

Spielerisches Naturdenken und ganzheitliche Naturbegegnung gehören mittlerweile zum pädagogischen Alltag.

Wir möchten eine gesunde Entfaltung in naturnaher Umgebung ermöglichen.

Beim Bau und der Einrichtung wurde darauf geachtet, möglichst biologisch abbaubare Materialien zu verwenden.

 

4.Rahmenbedingungen

4.1 Lage der Kindertagesstätte

Unsere Einrichtung befindet sich in Altenstädt, einem Ortsteil der Kernstadt Naumburg. Sie liegt gut erreichbar am Ortsrand in der Nähe des Dorfgemeinschaftshauses und der Feuerwehr und wird nur von ortsansässigen Kindern besucht.

Durch Erschließung von Bauland und Bereitstellung von sozialem Wohnungsbau liegt die Einwohnerzahl Altenstädts mittlerweile bei ca. 1300 Einwohnern. Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Erwachsene und Kinder im Ort sind breit gefächert. Es gibt viele örtliche Vereine wie z. B. Fußball, Feuerwehr, Posaunenchor, ebenso mehrere öffentliche Spielplätze, Jungschar und Kindergottesdienste. Eine Gefahrenquelle stellt die Durchgangsstraße dar, die durch Altenstädt führt. Aus diesem Grund werden alle Kinder von ihren Erziehungsberechtigten bzw. Abholberechtigten (Großeltern, Verwandte, Nachbarn) abgeholt. Dadurch entstehen wiederum breit gefächerte Kontakte.

 

4.2 Aufnahmeverfahren

Der Gesetzgeber gibt vor, dass jedes Kind, welches das

dritte Lebensjahr vollendet hat, Anspruch auf einen Kindergartenplatz hat. Deshalb werden die Kinder zum 1. des Geburtsmonats bei uns aufgenommen.

Wir versuchen bei der Einteilung der Kinder in die Mäuse-

und Käfergruppe ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern und dem Alter beizubehalten.

Bei der Anmeldung haben die Eltern die Möglichkeit Gruppenwünsche zu äußern, z.B. bei Geschwisterpaaren oder bereits bestehenden Freundschaften der Kinder.

Wir sind stets bemüht diese Wünsche zu berücksichtigen.

 

4.3 Eingewöhnung

Zur Eingewöhnung in unserer Tagesstätte laden wir Ihr Kind vor Beginn seiner Kindergartenzeit zu Schnuppertagen ein. An diesen Tagen kann es gern mit einer vertrauten Person die Einrichtung, die Kinder und das Personal kennen lernen. So hat das Kind auch die Chance Ängste abzubauen oder erst gar nicht aufkommen zu lassen.

4.4 Öffnungszeiten

Unsere Kindertagesstätte ist von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr geöffnet. Von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr gibt es einen  Frühdienst, der speziell für die Bedürfnisse der Eltern eingerichtet wurde, z. B. bei Berufstätigkeit, einen frühen Arzttermin usw. Ebenso der Spät- und Mittagsdienst von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr, welcher den Eltern ermöglicht, die Abholzeit aus den oben genannten Gründen flexibel zu gestalten. Gegen 12.00 Uhr bieten wir Mittagessen in der Einrichtung an. Anschließend besteht die Möglichkeit, die zentrale Nahmittagsbetreuung in der kath. Kindertagesstätte St. Vinzenz bis 17.00 Uhr zu nutzen.

Das Mittagessen und die Nachmittagsbetreuung sind täglich flexibel buchbar.

Die Ferientermine orientieren sich an der Ferienordnung des Bundeslandes Hessen. Sie werden zu Beginn eines Kindergartenjahres für ein Jahr festgelegt und bekannt gegeben.

Während der Sommerferien bleibt unsere Einrichtung für zwei Wochen geschlossen sowie zwischen Weihnachten und Neujahr. Außerdem bleibt die Tagesstätte an staatlichen und kirchlichen Feiertagen, bei Fortbildungsveranstaltungen, an der das ganze Team teilnimmt, im Falle epidemisch auftretender Krankheit und bei unausweichlichen Baumaßnahmen geschlossen. Die Eltern werden hiervon rechtzeitig unterrichtet.

 

4.5 Gebühren

Der aktuelle Beitrag beträgt zurzeit 90,- €. Besuchen gleichzeitig mehrere Kinder einer Familie die Einrichtung, werden für das zweite Kind die Gebühren auf 50 % reduziert. Jedes weitere Kind ist beitragsfrei.

Dieser ist fortlaufend zu zahlen, da die Personal-,  Betriebs- und Unterhaltungskosten für die Einrichtung das ganze Jahr hindurch anfallen. Dies gilt auch in den Ferien und bei Fehlen des Kindes. Seit Januar 2007 besteht in Hessen das so genannte „Bambini -Programm“ welches die Gebührenfreiheit des letzten Kindergartenjahres beinhaltet.

Weiterhin erheben wir  ein Trink- und Kochgeld von   4,- € monatlich. Von diesem Geld werden die Getränke wie Milch, Tee und Mineralwasser angeschafft. Zusätzlich wird mit diesem Beitrag das Kochen finanziert.

4.6 Das Team

In unserer Einrichtung arbeiten zum Wohl der Kinder drei anerkannte und staatlich geprüfte Erzieherinnen, eine Berufspraktikantin, sowie zwei Raumpflegerinnen, die täglich für die erforderliche Sauberkeit und Hygiene in unseren Räumlichkeiten sorgen.

Ausbildungsstätte

Jährlich absolviert eine Berufspraktikantin ihr Anerkennungsjahr in unserer Kindertagesstätte. Diese arbeitet für 12 Monate gemeinsam mit der Leitung in einer der Gruppen.

 

4.7 Unsere Gruppen

Wir sind eine Kindertagesstätte mit zwei alters- und geschlechtsgemischten Gruppen. Unsere Einrichtung bietet Platz für 45 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren.

Die Käfergruppe wird besucht vom zweiten bis zum vierten Lebensjahr. Im Anschluss daran wechseln die Kinder in die Mäusegruppe. Der Wechsel der Gruppe findet nach Bedarf jeweils in Gruppen mit mehreren Kindern nach Absprache mit Eltern und Kindern statt.

Für die Kinder bietet die Gruppenteilung einen großen Vorteil. Den Bedürfnissen jeden einzelnen Kindes kann gezielt Rechnung getragen werden. Die Angebote in der Gruppe können viel intensiver auf die Altersgruppe der Kinder zugeschnitten werden. Die jüngeren können sich gut integrieren da sie mit gleichaltrigen agieren. Für die Vorschulkinder und die angehenden (4,6 bis 6 Jahre) bedeutet dies, dass sie unter anderem intensiver auf die Schule vorbereitet werden können und altersgerecht gemeinsam in einer Gruppe gefördert werden.

 

4.8 Die räumliche Ausstattung

Unsere Gruppenräume sind nach verschiedenen Spielmöglichkeiten eingeteilt.

Sie bieten Platz für Tischspiele, Rollenspiele und hauswirtschaftliche Aktivitäten.

Vorhanden sind:

  • eine Puppenecke
  • eine Bauecke/Werkbank
  • eine Wahrnehmungsecke und eine Kuschel- und Leseecke

Jeder Gruppenraum hat mehrere Spielbereiche. Sie verfügen über je eine zweite Spielebene, die über einen Treppenaufgang zu erreichen ist. Die gesamte zweite Ebene wird von der Puppenwohnung aufgefüllt. Weiterhin gehört zu jeder Gruppe ein Nebenraum, der Intensivarbeiten ermöglicht und ein Bad – behindertengerecht – von jedem Grupperaum aus begehbar ist. Somit wird ein Verlassen des Gruppenraumes unnötig. Jede Gruppe verfügt über eine Kinderküche, die zu hauswirtschaftlichen Aktivitäten genutzt wird. Die Verbindung zu den Grupperäumen bildet der Materialraum, der von beiden Nebenräumen aus begehbar ist. Im Obergeschoss bildet diese die Empore, auf der unser Bällebad einlädt.  Der Flurbereich ist großzügig angelegt, so dass er auch zum Spielraum umfunktioniert werden kann. Weiterhin sind hier angrenzend das Büro, der Personalraum, die Personalküche und der Hauswirtschaftsraum angeordnet. An den Flur grenzt der Turnraum, der durch Glasschiebeelemente vom Flur getrennt ist. Er kann auch als Aula oder Saal genutzt werden.

Jede Gruppe hat mehrere Schränke und Regale, in die die verschiedenen Spiele oder sonstige Utensilien (Wasserfarben, Bastelmaterial etc.) untergebracht sind. Diese Regale dienen außerdem als Raumteiler, die den Kindern Möglichkeiten zur Abgrenzung gewähren. Die verschiedenen Spielbereiche werden so voneinander getrennt und lassen die Atmosphäre gemütlicher erscheinen.

Für private und persönliche Dinge existiert ein Eigentumsregal, in dem jedes Kind eine Kiste besitzt, die durch Erkennungsschilder, wie an Garderobe und Handtuchleiste im Bad, gekennzeichnet ist.

 

5. Unsere Ziele

5.1 Sozialverhalten

Das positive Sozialverhalten ist abhängig von der Persönlichkeit des Kindes. Daher ist es uns wichtig einem Kind zu vermitteln, seine Gefühle zu äußern und zu zeigen, Kritik zu üben und auch annehmen zu können, Angst zu ertragen, die eigene Meinung zu vertreten und sich mitteilen zu können.

Als besonders wichtig für ein positives zwischenmenschliches Verhalten erachten wir die Fähigkeit, sich in eine Gruppe einfügen zu können, mit anderen zu kooperieren, Kompromisse zu schließen, zu teilen, verlieren zu können, Vorurteile zu erkennen und abbauen zu können, Freundschaften zu schließen, tolerant zu sein und vor allem anderen zu helfen und sich helfen zu lassen. Kinder sollten lernen, Konflikte und Streitigkeiten vor allem verbal auszutragen. Sie sollten sich auseinander setzen, sei dies aus Gründen von Meinungsverschiedenheiten, des Kräftemessens oder das Festlegen der Machtposition.

Gefördert werden soziale Verhaltensweisen bei uns besonders durch Gesellschaftsspiele, Rollenspiele, Gruppenarbeit und Gruppengespräche.

 

5.2 Selbständigkeit

Jedes Kind wird individuell zur Selbständigkeit geführt. Wir möchten den Kindern Entscheidungen überlassen, die sie selbst leicht treffen können. Dazu gehört schon die Suche nach dem richtigen Spielkameraden oder die Entscheidung, ob es heute lieber basteln, malen oder frei spielen möchte.

Unter anderem lernt das Kind mit der Zeit, seine Kleidung (Jacke, Schuhe) selbständig an- und auszuziehen und ist hierbei nicht mehr auf die Hilfe anderer angewiesen. Die Kinder lernen außerdem für sie noch schwierige Aufgaben (fast) selbständig zu lösen. Das könnte z. B. das Falten eines Dreiecks sein oder das Binden der Schuhe. Das Kind will selber handeln und experimentieren, nicht aber, dass ihm alles abgenommen wird. Wir als Erzieher geben den Kindern Hilfe zur Selbsthilfe.

 

5.3 Motorik

Dem Bewegungsdrang und den motorischen Bedürfnissen des Kindes wird durch Spielen  Rechnung getragen.

Laufen, Springen, Werfen, Hüpfen, Kriechen, Rutschen, Klettern usw. sind lebensnahe Betätigungsformen. Die Grobmotorik wird deshalb durch den Umgang mit Geräten, Bällen usw. bei uns gezielt gefördert, aber auch die Feinmotorik soll durch verschiedene Aktivitäten wie das Basteln, Malen und Steckspielen geschult werden.

 

5.4 Kreativität

Losgelöst von einem starren Regel- und Ordnungsdenken sucht das kreative Kind zur Bewältigung eines Problems nach mehreren, zum Teil neuen, vielleicht ungewöhnlichen Lösungen. Das Kind verfügt über ein großes Maß an sprühenden, witzigen Ideen. Diese Ideen und Gedanken weichen oft von der Norm ab, sie sind einmalig und außergewöhnlich. Kreative Kinder sind kleine Persönlichkeiten, die vorgegebene Lösungen und Antworten nicht in jedem Fall akzeptieren; sie sind neugierig, suchen immer nach neuen Lösungsmöglichkeiten. Wir möchten, dass die Kinder ihre Fantasien ausleben und diese nicht durch uns Erwachsene unterdrückt werden. Die Umwelt des Kindes sollte kreativ fördernd sein. Umgesetzt in die Praxis bedeutet dies für uns Erzieher: Einschränkung von Ge- und Verboten, Bereitstellen einer Vielfalt von Material und dem entsprechenden Handwerkszeug. Es muss eine kindgemäße Umwelt geschaffen werden, die an den Bedürfnissen des Kindes orientiert und keine Erwachsenenwelt ist.

Meist sind alle Materialien perfekt. Was kann das Kind noch tun? Es steckt die Teile ineinander. Man sollte den Versuch machen, auch „unfertiges“ Material anzubieten (z. B. Naturmaterial, kostenloses Material)

Alle Materialien, die dem Kind zur Verfügung stehen, sollen anregend sein, Möglichkeiten offen lassen, veränderbar sein, sie sollten vom Kind zweckentfremdet werden dürfen (aus der Sicht des Erwachsenen). Sie sollten schöpferischen Charakter haben, frei zur Verfügung stehen.

Das Fragen nach dem Material und der Benutzungserlaubnis kann manches Kind schon abblocken und kreative Tätigkeiten verhindern. Alles, was vom Kind neu geschaffen wird, sollte in seiner Umwelt Platz und Anerkennung finden. Wir möchten die Kinder darin unterstützen.

 

5.5 Schulfähigkeit

Ein sehr wichtiges Ziel unserer Arbeit ist die Schulfähigkeit. Gemeint ist damit die Fähigkeit eines Kindes, den gestellten Anforderungen der ersten Jahre der Grundschule gerecht zu werden. Auf folgende Dinge bereiten wir ihr Kind vor:

  • Die Arbeitshaltung und Motivation:D
    as Kind soll lern- und wissbegierig sein und in einem gewissen Umfang selbst lernen wollen.
  • Kognitive Leistungen:
    Das Kind sollte in der Lage sein mehrere Unterrichtseinheiten konzentriert im Wechsel mit Pausen mitzuarbeiten.
    Beobachtungsfähigkeit, Gesehenes, Dargestelltes und Sprachliches zu formulieren und auch Misserfolge ertragen zu können, sind wichtige Vorraussetzung für das Bestehen in der Schule.
  • Vorschulerziehung:
    Wir unterstützen das Erreichen der Schulfähigkeit weiterhin durch die einmal in der Woche stattfindende Vorschulerziehung für unsere Vorschulkinder. Diese verläuft gruppenintern. Verschiedene Dinge werden hier gezielt gefördert, z. B.:
    • Die Kinder lernen Wochentage, Monate und Jahreszeiten kennen sowie sich mehrere Sachen auf einmal zu merken und sich an Erlebnisse zu erinnern.
    • Sie können einfache Formsymbole wie Kreis, Rechteck oder Spirale nachzeichnen. Auch lernen sie die Formen voneinander zu unterscheiden.
    • Die Kinder sollten den Umgang mit Zahlenwerten bis zur Einschulung erfassen können.

    Außerdem soll das Kind über gewisse feinmotorische Fertigkeiten verfügen, die z. B. für das Schreiben wichtig sind. Sie äußern sich darin, dass das Kind mit der Schere Figuren ausschneiden, auch auf kleinen Blättern malen und Schleifen binden kann.
    In der Vorschule soll nicht den Lehrinhalten der Regelschule vorgegriffen, sondern lediglich auf die Lernanforderungen der ersten Klasse vorbereitet werden.
    Weiterhin sollen die Kinder Sicherheit bei bestimmten, für einen Schulbesuch unerlässliche Fertigkeiten erlangen, wie sich selbst anziehen können, Schuhe binden, alleine zur Toilette gehen, Nase putzen, Bleistifte spitzen können und vieles mehr. Nach Absprache  mit der örtlichen Grundschule findet die Vorschulerziehung regelmäßig in den Räumen der Elbetalschule statt (z.B. Turnunterricht, Musizieren, etc.).

  • Würzburger Sprachprogramm
    Innerhalb von 20 Wochen in diesem Vorschuljahr (Januar-Juni) findet täglich das Würzburger Sprachprogramm (Hören -Lauschen -Lernen) statt. Ein kostenfreies unverbindliches Angebot der Einrichtung.

Des Weiteren werden mit den Vorschulkindern Aktionen an den folgenden Lernorten durchgeführt:

  • Besuch eines Bauernhofes
  • Besichtigung der Kirche
  • Besuch der Altenstädter Metzgerei
  • Verkehrserziehung in Zusammenarbeit mit der Polizei
  • Besuch des ASB mit Besichtigung eines Krankenwagens
  • Besuch der Feuerwehr
  • Besuch beim Zahnarzt
  • Bäckereibesuch in Balhorn
  • Raum für Natur
  • Besuch der Hummelwerkstatt
  • Schulbesuch
  • Besichtigung des Heimatmuseums
  • Büchereibesuch
  • Stadtverwaltung und Altenheim

 

6. Tagesablauf

Unser Tagesablauf beginnt mit dem Frühdienst um 07.30 Uhr, bei dem die Kinder beider Gruppen gemeinsam betreut werden. Um 08.00 Uhr beginnt der Gruppendienst in der Mäuse- und Käfergruppe.

In unserer Einrichtung praktizieren wir eine besondere Form der Pädagogik, das „offene Freispiel“. Das heißt, die Kinder können in der Zeit von 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr die betreuten Angebote im gesamten Kindergartenbereich wahrnehmen, sind nicht an ihre Gruppe gebunden. Dies kann in der jeweiligen Gruppe sein oder im Turnraum, auf dem Außengelände (saison- bzw. wetterabhängig), im Flurbereich oder im Bällchenbad.

Die Kinder können Spielort, Spieldauer und Spielkameraden im Kindergarten selbst bestimmen. Zur gleichen Zeit werden in den Gruppen verschiedene Aktivitäten wie z. B. Basteln, Wasserfarben malen, Drucken etc. angeboten.

Gegen 10.00 Uhr begeben sich alle Kinder in ihre Gruppe, in der geleitete Aktionen folgen.

In der Mäusegruppe wird die Form des freien Frühstücks angeboten. Das heißt, dass die Kinder die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, wann, wie lange und mit wem sie frühstücken möchten. Die Käfergruppe frühstückt gemeinsam.

Getränke werden ganztägig im Flurbereich angeboten. Außerdem wird gegen 10.30 Uhr den Kindern ein Obst- und Gemüseteller gereicht.

Im Anschluss daran werden Zähne geputzt.

Nach dem Frühstück führt jede Gruppe gemeinsame Aktivitäten durch, wie z.B. Stuhlkreis, Liedeinführungen oder auch Themenerarbeitung in Gesprächen. Es werden Bilderbuchbetrachtungen, Ausflüge und Diavorführungen angeboten.

Gegen 12.00 Uhr gibt es für die angemeldeten Kinder Mittagessen.

Ab 12.00 Uhr beginnt die Abholzeit und um 12.30 Uhr auch der Mittagsdienst. Die Kinder haben wieder Gelegenheit zum Freispiel. Angefangene Angebote werden zu Ende geführt (Bastelsachen, Wasserfarbe, etc.).

Um 13.30 Uhr endet die Kindergartenzeit in unserer Einrichtung.

Zum festen Programm in unserer pädagogischen Arbeit gehören wöchentlich der Turntag, der Kochtag und die Vorschulerziehung.

 

7. Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

7.1 U3 – Altersübergreifend

 

In der Käfergruppe werden die Kinder von zweiten bis zum vierten Lebensjahr von zwei Erzieherinnen betreut. Hier können sie problemlos von ihren Eltern begleitet werden und sich schonend an den Kindergartenalltag gewöhnen.

Die Kinder sollen hier lernen Kontakte zu gleichaltrigen aufzubauen. Zu einer gemeinsamen Spielsituation zu finden steht hier im Vordergrund. Sie sollen ihre Sprachentwicklung, ihr Sozialverhalten, ihre Grob- und Feinmotorik entsprechend ihres Alters ausprobieren. Für Kinder in diesem Alter steht die Bewegung im Vordergrund, die sie hier mit gleichaltrigen ausleben können.

Die Eltern sollten in der Eingewöhnungsphase Zeit und Geduld mitbringen. Um die Trennung von den Eltern zu erleichtern benötigen die Kinder etwas Gewohntes von zuhause, z.B. ein Bild oder ein Kuscheltier.

Um den Kindern die Eingewöhnung zu erleichtern arbeitet das Team nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell.

7.2 Gesundheitsprävention nach Sebastian Kneipp

 

Da uns das seelische Wohlbefinden und die Gesundheit Ihres Kindes sehr am Herzen liegt und wir uns zur Aufgabe gemacht haben die Kinder nicht nur zur „Schulreife“ hinzuführen, sondern auch für das Leben über das 6. Lebensjahr hinaus zu sensibilisieren, haben wir die Lehre von Sebastian Kneipp in unser pädagogisches Konzept aufgenommen.

Sebastian Kneipp lebte von 1821 bis 1897 und hat herausgefunden, dass es zu einem „gesunden Leben“ fünf Säulen bedarf:

    • Seelisches Wohlbefinden (Lebensrhythmus) 
    • Wasser
    • Bewegung
    • Pflanzen- und Kräuterheilkunde
    • Ernährung

Er drückte seine Lehre so aus: „Wenn man hat was man braucht, kann man zufrieden sein“. Aber was braucht man?

Es scheint sehr schwierig und doch sehr einfach:

Viele kleine, wichtige und unwichtige Einzelheiten an einem Tag entscheiden darüber ob wir in der Zukunft zufrieden sind oder nicht.

Wir wollen präventiv arbeiten, dass alle Kinder ihre Zukunft ausgeglichen, gesund und bewusst gestalten und erleben. Gerade heutzutage, wo die Anforderungen an jeden von uns  immer größer werden, die Sorgen immer stärker, der Einfluss von Elternhaus, Schule und Arbeitswelt immer gravierender sind, ist es besonders wichtig gerade für die Kleinsten unserer Gesellschaft positiv an ein gesundes Leben heran zu führen.

In unserem Kindergarten soll der Grundstein gelegt werden für die spätere Lebensweise und Lebenseinstellung.

Mit guten, praktischen und realisierbaren Programmen kann Gesundheit im Kindergarten spielerisch gefördert werden.

 

Seelisches Wohlbefinden  (Lebensrhythmus)

Wichtig im Tagesablauf ist der Ausgleich zwischen An- und Entspannung.

Das Gehör wird durch den Einsatz von Musik zu verschiedenen Stimmungslagen sensibilisiert (nach Musik malen, bewegen, snoozelen, meditieren). Dabei soll Ruhe und Geborgenheit vermittelt werden. Seelisches Wohlbefinden dient der Stärkung des Selbstbewusstseins.

 

Wasser

Die Kinder erlernen die Wertschätzung und den sicheren Umgang mit Wasser. Sie erlernen den Wasserkreislauf und erfahren warum Wasser eine unserer Lebensquellen ist.

In der Praxis wenden wir die Kneippschen Wasseranwendungen an wie Wassertreten, Armbäder, Schnee- und Tautreten.

Dies dient der Abhärtung des Körpers, stärkt das Immunsystem und Infektanfälligkeit wird verringert.

Aber nicht nur Abhärtung ist Sinn und Zweck sondern auch andere Krankheiten wie z.B. Nervosität, Zappeligkeit, Appetitlosigkeit, Neurodermitis (Ekzem), Allergien usw. werden dadurch gestärkt und beseitigt.

Das Kind wird robuster gegenüber Reizen jeglicher Art.

 

Bewegung

Der Bewegungsdrang der Kinder ist von Anfang an sehr groß und man sollte ihnen die Chance geben diesen auszuleben, denn überall auf der Welt entwickeln sich Kinder hinsichtlich Bewegung.

Alle Entwicklungsschritte sind das Ergebnis der Fähigkeit und Fertigkeit eines Kindes und bauen aufeinander auf. Fehlt ein Bewegungsmuster so sind die darauf aufgebauten wackelig und instabil.

Alle Bewegungsspiele und Übungen sollen sich an den natürlichen Bewegungen der Kinder orientieren. Wichtig ist es keine Bewegungen vorzugeben die sie nicht von selbst durchführen würden.

Kinder haben ein natürliches Verlangen nach Bewegung  und sollten daher nicht gebremst und eingeschränkt werden. Es ist wichtig dass geeignete Bewegungsfelder geschaffen werden, z.B. Außengelände Turnraum und Flure.

Müssen Kinder über einen langen Zeitraum still sitzen sind sie nicht mehr in der Lage Dinge aufzunehmen und diese zu verarbeiten, sie werden unruhig und zappelig. Daher ist es wichtig einen Ausgleich zwischen Bewegung und Ruhe zu schaffen.

    Ein wichtiger Begleitsatz für unseren Kindergarten ist:

                      „Lernen durch Erfahrung und Bewegung,

                       nicht Bewegung und Erfahrung erlernen.“

 

Pflanzen- und Kräuterheilkunde

 

Wie heute allen bekannt ist wirken Kräuter und Heilpflanzen vorbeugend und heilend und sind bei richtiger Anwendung nebenwirkungsfrei.

Die Phytotherapie (Naturheilkunde) hat das Ziel Medikamente einzusparen aber nicht auf notwendige und lebenswichtige Arzneimittel zu verzichten.

Mit kochen von Kräutertees, Ansähen von Kresse, Brennnessel, Pfefferminze und einer Kräuterspirale im Garten können wir diese Säule täglich in unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern einbringen. Die Sinneswahrnehmung wird geschult durch das Kennen lernen der verschiedenen Kräuter, das Wachstum wird begleitet (säen, pflanzen, pflegen, ernten), und im Anschluss in der täglichen Arbeit mit den Kindern verarbeitet.

Kneipp sagt: „Vorbeugen sollt ihr durch diese Kräuter, nicht das Übel erst groß werden lassen.“

 

Ernährung

Seit Jahren praktizieren wir die „Gesunde Ernährung“ mit großem Erfolg in unserer Einrichtung. Ihr Kind soll sensibilisiert werden im Umgang mit Lebensmitteln.

Viele Erkrankungen sind ernährungsbedingt. Anhand von Versuchen (wie viel Zucker befindet sich in welchem Lebensmittel?) und Medien vermitteln wir Ernährung gesund zu gestalten. So erfahren die Kinder, dass Mischkost, naturbelassene Produkte und saisonbezogene Früchte und Gemüse weniger belastend sind als „Fast Food“.

Hierdurch stellen Kinder fest, dass die körpereigene Energie zunimmt wenn sie sich gesund ernähren.

Gesunde Kinder sind aktiv, voller Lebensfreude, strahlen diese auf ihr Umfeld aus und fühlen sich wohl in ihrer Haut.

Außerdem sollen die Kinder erfahren, dass Lebensmittel nicht einfach aus dem Supermarkt  kommen sondern wachsen und haltbar gemacht werden können. So erlernen sie den bewussten und wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln.                                                              Die Geschmacksnerven werden sensibilisiert und durch z.B. den täglichen Obst- und Gemüseteller führen wir die Kinder an unbekannte Lebensmittel heran.

7.3 Felix/ Musikalische Früherziehung

Bedingt durch verschiedene Sprachdefizite der Kinder nimmt die Sprache in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein. Wir haben uns zum Ziel gesetzt durch Kriterien wie

  • tägliches Singen
  • Anpassung der Tonart an die kindliche Stimme
  • vielfältige und altersgemäße Liedauswahl

das erlernen der richtigen Aussprache spielerisch zu erleichtern.

„Felix“ ist ein „Gütesiegel für Kindergärten“ der uns vom deutschen Chorverband für die oben genannten Kriterien verliehen wurde

 

7.4 Kooperation mit der Elbetalschule

Seit 2006 arbeiten die Naumburger Kindergärten gemeinsam an einem Schultandem-Projekt mit der Elbetalschule. Dort erarbeiten wir gemeinsam Strukturen um den Vorschulkindern den Eintritt in das Schulleben zu erleichtern. Mehrfach besuchen wir im letzten Kindergartenjahr die Elbetalschule wo wir an verschiedenen Unterrichtseinheiten, wie z.B.

  • Turnen
  • Mathematik
  • Sachunterricht
  • Musik
  • Lesen etc. teilnehmen.

Durch dieses Tandemprojekt lernen die Kinder ihr zukünftiges Umfeld kennen und können eine vertraute Basis aufbauen. Außerdem lernen sie ihren zukünftigen Schulweg kennen, den sie mit dem Bus bewältigen müssen.

 

7.5 Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf-Integration

Über Bewegung und Spiel werden die Kinder über Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben so motiviert, dass Schwächen und Auffälligkeiten in den Hintergrund rücken. Die daraus erworbene Handlungskompetenz stärkt das Selbstbewusstsein des Kindes. Durch einen an den Stärken des Kindes orientierten Ansatz bleiben dem Kind oft Misserfolge und Frustration erspart. So wagt es sich eher an neue Dinge heran und gewinnt neues Selbstvertrauen. Diese positiven Erfahrungen übertragen sich meist auch auf alle Lernbereiche. Motorische Schwächen werden verbessert und Wahrnehmungsreize werden verarbeitet. Damit wird eine Basis wichtiger Entwicklungsphasen für die Kinder gelegt, die somit auch für das spätere Leben und die Schule notwendig sind.

 

7.6 Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kindertagesstätte, wie auch diese Konzeption dokumentieren soll. In regelmäßigen Teamsitzungen, wie auch durch Fortbildungen, werden die Aufgaben unserer Einrichtungen aktualisiert. Durch ständiges reflektieren des pädagogischen Ansatzes unserer Arbeit, wie Einrichtungs- und Raumqualität, kann der Standart gesichert und ausgebaut werden.

8.Teamarbeit und Weiterbildungen

Regelmäßige Dienstbesprechungen  - mit dem ganzen Team oder Gruppenteam – dienen dem Informationsaustausch, der Terminabsprache, der Vorbereitung und Nachbereitung der gesamten pädagogischen Arbeit. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen der Mitarbeiterinnen sind an der Tagesordnung und bereichern unser tägliches Handeln.

 

9. Erziehungspartnerschaft

Sehr wichtig für gute pädagogische Arbeit mit Kindern ist die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus.

Bei Fragen und Problemen, die das Kind betreffen, ist es uns ein sehr großes Anliegen, dass regelmäßige Gespräche stattfinden und reflektiert werden. Dadurch können verschiedene Lebenssituationen der Kinder (Umzug, Schwangerschaft, Geburt, Tod) besser verstanden und aufgearbeitet werden.

Regelmäßig erfolgt ein solcher Austausch durch „Tür- und Angelgespräche“, die sich bei den Bring- und Abholsituationen ergeben.

Bei Bedarf werden Elternsprechstunden angeboten, die entweder auf Wunsch der Erzieherin oder der Eltern erfolgen.

In jeder Kindergartengruppe stehen den Eltern und Erzieherinnen zwei Elternvertreter (Elternbeirat) zur Seite, die in jedem neu beginnenden Kindergartenjahr von der Elternschaft jeder Gruppe gewählt werden. Dieser Elternbeirat gibt den Eltern der betreuten Kinder die Gelegenheit, im institutionellen Erziehungsbereich kollegial mitzuarbeiten. Er dient der Beratung zwischen Eltern und Erzieherinnen. Der Elternbeirat wird vor allem bei der Festlegung der Ferientermine, Planungen anfallender Feste und der Programmgestaltung hinzugezogen.

Im Jahresverlauf finden mehrere Elternabende der einzelnen Gruppen statt. Hier werden Informationsabende, z. B. Zahnpflege mit unserer Patenzahnärztin, Musikschule, Erste-Hilfe-Kurse sowie Jahreszeiten begleitende Bastelabende angeboten. Weiterhin bieten wir zu verschiedenen Themen Eltern-Kind-Nachmittage an. Dies kann ein Kennenlern-Nachmittag für Groß und Klein sein, ein Kreativnachmittag oder ein „Großeltern-Nachmittag“, an dem die Omas und Opas mit ihren Enkeln oder Urenkeln eingeladen sind.

Regelmäßig geben die Gruppen Elternbriefe aus, in denen die Eltern über anstehende Termine oder zu erarbeitende Rahmenthemen informiert werden. Damit die Eltern immer informiert sind, versorgt sie unsere Pinnwand im Eingangsbereich mit allen wichtigen Neuigkeiten. Hier werden Vorschultermine, Ausflüge, Elternabende oder auch rechtliche Neuigkeiten veröffentlicht.

9.1 Verpflichtungen der Eltern

 

Jedes Kind sollte die Kindertagesstätte regelmäßig besuchen. Bis 9.00 Uhr sollten die Kinder in der Einrichtung sein damit noch genügend Zeit bleibt den Tagesablauf mitzuerleben. Je früher ein Kind am Morgen gebracht wird desto größer ist die Auswahl an Spielorten, Spielmaterial und Spielkameraden.

Im Falle von Krankheit oder Urlaub ist das Personal zu  informieren. Ebenso bei Erkrankungen eines Familienmitgliedes an einer ansteckenden Krankheit (Diphtherie, Kinderlähmung, Gelbsucht oder Infektionskrankheiten). Kinder, die an solchen oder einer  im Bundesseuchengesetz genannten Krankheit erkranken, dürfen die Einrichtung nicht besuchen. Nach Abklingen der Krankheit ist eine ärztliche Unbedenklichkeitserklärung vorzulegen.

 

9.2 Aufsichtspflicht/Versicherung
Jedes Kind ist vom Träger gegen Sachschäden versichert.
Gegen Unfälle in der Einrichtung sowie auf dem Hin- und Rückweg sind die Kinder gesetzlich versichert. Dies gilt auch während aller Veranstaltungen außerhalb des Grundstückes (Spaziergänge, Feste, Ausflüge). An Veranstaltungen, die von den Eltern gemeinsam mit ihren Kindern besucht werden liegt die Aufsichtspflicht bei den Erziehungsberechtigten (oder Begleitpersonen - z. B. Großeltern).

 

10. Öffentlichkeitsarbeit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Öffentlichkeitsarbeit.

Regelmäßig informieren und laden wir die Bürger zu geplanten Aktionen und Festen ein. Neuerungen und Wissenswertes werden in den „Naumburger Nachrichten“ oder der „HNA“ (Hessisch- Niedersächsisch-Allgemeine) abgedruckt.                                                            

Alle geplanten Feste werden außerdem in den örtlichen Schaukästen der Vereine und im Internet (www.naumburg.eu und www.altenstaedt.de) veröffentlicht.

Mit großer Freude nehmen unsere Kinder an Veranstaltungen im Dorf oder in der nahe gelegenen Kernstadt Naumburg mit Tanz- oder Liedbeiträgen teil. Guter Kontakt besteht zu den im Ort ansässigen Vereinen.

 

Schlusswort
Wir hoffen wir konnten ihnen einen Einblick in unsere tägliche Arbeit geben. Für Fragen und Anregungen stehen wir ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.  Wir würden und freuen, wenn sie sich für einen Platz in unserer Einrichtung entscheiden würden.

 

Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen:
Wurzeln und Flügel
(Johann Wolfgang von Goethe)

 

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